Den perfekten, SEO optimierten Blogbeitrag schreiben (mit Best-Practice Beispiel)

Den perfekten, SEO optimierten Blogbeitrag schreiben (mit Best-Practice Beispiel)

Wie erstelle ich Content für die Suchmaschinen Optimierung? Eine Frage, die so manchen Blogger und viele EPUs und KMUs ohne professionelle Online Marketing Abteilung beschäftigt. Darum hier ein kleiner Überblick, bzw. eine Struktur, welche bei der Erstellung von SEO optimierten Inhalten hilft und von Google Crawlern positiv bewertet und mit einem guten Google Ranking belohnt wird.

Als Beispiel für die SEO Optimierung verwende ich die Erstellung eines Beitrags bzw. eines Rezepts nach Search Engine Optimization Kriterien für meinen Food-Blog, aboutrosi.com, und überarbeite den vorliegenden Beitrag auf digitalpraesent.com immer wieder um die Ergebnisse des Beitrags festzuhalten.  

Warum Texte SEO optimieren?

Wohl kaum jemand will die Zeit für die Gestaltung von Online Content aufbringen um dann nicht gesehen werden. Google ist die beliebteste Suchmaschine weltweit und bietet mit seinem kostenfreien Analyse Tool für SEO und kostenpflichtigem Tool SEA enormes Potential für alle möglichen Online Zwecke. Dass SEO optimierte Texte einen großen Anklang finden zeigt auch die Keyword Recherche. Denn immerhin sind Unternehmen bereit für das Keyword „Texte SEO optimieren“ bis zu € 7,13 pro Klick zu bezahlen!

Nach fast 5-jähriger Foodblogger Präsenz habe ich natürlich jede Menge Rezepte auf meinem Blog veröffentlicht. Einige ranken sehr gut und finden in den Suchmaschinen auch Jahre nach der Veröffentlichung sehr hohen Anklang, manche sind nie wirklich ins Laufen gekommen und werden daher nun laufend von mir analysiert und überarbeitet. Nicht nur bei der erstmaligen Erstellung von Content ist das Einhalten von SEO-Richtlinien enorm wichtig, sondern es kann auch helfen bestehenden Content zum Laufen zu bringen.

Vor allem für Foodblogger, aber wohl auch für alle anderen Content-Creator, die viel Zeit und Liebe in ihre Inhalte stecken ist der hier beschriebene SEO Optimierungs-Prozess daher sehr hilfreich um im World Wide Web nicht unterzugehen!

Der SEO-Prozess

  1. Analyse & Zieldefinition
  2. Keyword Recherche
  3. Content Erstellung
  4. On-Page Optimierung
  5. Off-Page Optimierung
  6. Messung & Überarbeitung

  • Analyse & Zieldefinition

Ich weiß, dass der Aufruf meiner Rezepte saisonal variiert und meiner Zielgruppe das Verarbeiten saisonaler, regionaler Lebensmittel wichtig ist. Da auch mir Saisonalität wichtig ist, möchte ich heute (Anfang Juni) ein saisonales Rezept erstellen, am liebsten einen Kuchen mit Kirschen.

Bevor ich mit der eigentlichen Ausgestaltung bzw. mit dem Backen des Rezeptes beginne, analysiere ich welche Beiträge es zu dem Thema bereits gibt und ob der Zeitpunkt für dieses Rezept optimal ist.

Google „Suggest“ Suchfeld: nach dem Eintippen des Wortes „Kirschen“ im Google Suchfeld entdecke ich bereits die beliebtesten Begriffe die in Kombination mit meinem gewählten Suchbegriff „Kirsche“ eingegeben werden und erkenne, nach welchen Rezepten am häufigsten gesucht wird.

Pinterest Suchfeld: ident zum Google Suchfeld kann ich auch in der Bildersuchmaschine Pinterest meinen Begriff „Kirschen“ eingeben und erhalte einen ersten Vorgeschmack zu häufig gesuchten Begriffen, Kombinationen bzw. Rezeptideen mit meinem Suchbegriff.

Google Trends: gebe ich auf Google Trends den Begriff „Kirsche“ ein, so erhalte ich einen Einblick des Suchaufkommens nach diesem Suchbegriff in den letzten 12 Monaten und erkenne, dass Ende Juni – also in sehr kurzer Zeit – mein Suchbegriff seinen Höhepunkt erreichen wird.

Mein Ziel ist es, einen Beitrag, bzw. ein Rezept mit Kirschen zu kreieren, das natürlich in erster Linie mir gut schmeckt, aber auch sehr gut auf Google und Pinterest rankt und viele Besucher auf meinen Blog aboutrosi.com zieht.

Ich erkenne, dass gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Beitrag mit Kirschen ist.

  • Keyword Recherche

Nachdem ich mich auf das Thema „Kirschen“ festgelegt habe muss ich nun die richtigen Schlüsselwörter, Keywords, für meinen Beitrag finden bzw. definieren welche Art von Kirschrezept ich erstellen werde. Nun gilt es herauszufinden nach welchen Begriffen, Phrasen, Sätzen etc. Menschen online suchen damit ich ein möglichst hoch rankendes Rezept kreieren kann.

Da ich keinen bezahlten Account bei einem der gängigen Keyword Tools habe (z.B. Xovi, Sistrix, Searchmetrics, Hypersuggest, Semager, Keywordtool.io), arbeite ich nur mit den Tools die gratis von Google zur Verfügung gestellt werden. Hier einige ausgewählte Keywords die mir vorgeschlagen werden:

Google Suggest bzw. verwandte Suchanfragen: Kirschenstrudel, Kirschenkuchen, Kirschen einkochen, Kirschen Kalorien, Kirschen gesund, Kirschen Rezepte, Kirschen einfrieren, Kirschenkuchen vom Blech, Kirschenkuchen mit Öl, Kirschenkuchen Rezept, Kirschenkuchen Schoko, Kirschenkuchen mit Joghurt, Kirschkuchen mit Streusel, Kirschkuchen Rezept einfach und schnell, Kirschkuchen mit Öl und Joghurt, Großmutters Kirschkuchen, Kirschkuchen fluffig, Bester Kirschkuchen, Kirschkuchen mit frischen Kirschen,

Google Trends: Hier suche ich nach dem Wort „Kirschkuchen“ und erkenne die gleiche Suchhistorie wie bei dem Wort „Kirsche“ alleine. Die Anzeige „ähnliche Suchanfragen“ zeigt mir, dass der Begriff „Kirschkuchen mit Topfen“ eine 70%ige Steigerungsrate aufweist. Das trifft sich sehr gut, denn ich möchte gerne einen Kuchen mit Topfen backen.

Google Keyword Planer: Obwohl der Keyword Planer eigentlich dafür gedacht ist, SEA Kampagnen zu gestalten hilft er mir auch bei der SEO Gestaltung meiner Inhalte ungemein weiter. Denn im Unterschied zu anderen Tools zeigt mir der Keyword Planer auch die durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat. Ich erkenne, dass die Begriffe „Kirschkuchen mit Topfen“ und „Topfen Kirsch Kuchen“ jeweils 100-1.000 mal pro Monat gesucht werden. Da weitere Kombinationen mit Kirsche und Topfen weniger als 100 mal gesucht werden, nehme ich nur diese beiden in meine Keyword Liste auf und analysiere lieber Kombinationen die Google Suggest vorgeschlagen hat. Ich erstelle eine Liste mit meinen Keyword Favoriten:

KeywordSuchanfragen/Monat
Kirschenkuchen mit Topfen100-1.000
Topfen Kirsch Kuchen100-1.000
Kirschenkuchen1.000-10.000
Kirsch Kuchen1.000-10.000
Kirschen gesund100-1.000
Kirschen Rezept100-1.000
Kirsch Kuchen Blech1.000-10.000
Kirsch Kuchen vom Blech100-1.000
Großmutters Kirschkuchen100-1.000
Bester Kirschkuchen100-1.000
Kirschkuchen mit frischen Kirschen100-1.000

Diese Liste lege ich mir nun zur Seite bevor ich zum nächsten Schritt, der Content Erstellung übergehe. Ich versuche, so viele dieser Worte und Wortkombinationen in meinen Beitrag einfließen zu lassen.

  • Content Erstellung

Nun ist es endlich an der Zeit meinen Kirschkuchen tatsächlich zu backen! Ich entscheide mit für einen Kirschenkuchen mit Topfen und frischen Kirschen vom Blech. Nun kreiere ich das Rezept, backe, fotografiere und schreibe das Rezept mit all meinen Keywords nieder. Ich weiß, dass die Google Crawler Lesbarkeit mit Struktur lieben und erstelle daher Überschriften die den Inhalt meines Rezeptes am besten wiedergeben. Außerdem beschrifte ich meine Bilder korrekt.

  • On-Page Optimierung

Dazu gehört eine rasche Ladezeit meiner Seiten (3 Core Web Vitals: Schnelligkeit beim Laden, Reaktionsgeschwindigkeit beim Anklicken von Buttons, visuelle Stabilität beim Laden à durch kostenlose Tools Testbar!). Da ich die Angaben von WordPress.com genau einhalte weiß ich, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind.

Außerdem belohnt Google die Stärkung interner Verlinkungen. Daher verlinke ich in dem Einleitungstext sowie in dem Schlusssatz des neuen Rezepts bereits bestehende Rezepte meiner eigenen Seite welche thematisch dazu passen.

  • Off-Page Optimierung

Am besten wäre es, wenn andere Blogger auf meine Seite bzw. mein Rezept verweisen. Dadurch merkt Google, dass meine Seiten qualitativ hochwertig sind und von anderen Usern geschätzt werden. Da ich aktuell keine Blogger Kooperationen habe kann ich dies hier nicht aufweisen, aber in meinem Text darauf hinweisen, dass ich mich über Shares und Verlinkungen freue. An dieser Stelle sollte dann gleich ein „Social Share Button“ eingebaut sein. Ich kann anderen Bloggern helfen und ähnliche Rezepte die ich gut finde recherchieren und meine Leser auf deren Rezepte aufmerksam machen. Natürlich in der Hoffnung, dass diese das gleich für mich tun.

Vor allem wenn Geschäftsbeziehungen eingegangen werden sollte auf Verlinkungen – sogenannte Backlinks – hingewiesen bzw. eingefordert werden. Dies kann zu einem großen Vorteil für beide Partner werden! Wichtig ist zu wissen, dass Google Backlinks besser bewertet, wenn diese von möglichst vielen unterschiedlichen Domains kommen als wenn ein Partner ständig auf meine Seite verweist.

Worauf bei Backlinks zu achten ist:

1. Linkquelle: staatliche Quellen, namhafte Marken/Zeitungen ranken sehr gut, am besten aus der Region wo die eigene Seite herkommt.

2. Linkposition: je weiter oben im Text desto wichtiger erachtet Google die Verlinkung (Footer Links nicht so wichtig).

3. Anzahl ausgehender Links: bietet eine Seite eine große Menge an ausgehenden Links erachtet Google den einzelnen Link nicht so wichtig. Am besten wird gerankt, wenn eine Seite exklusiv nur einen Link auf meine Seite anbietet.

4. Linknachbarschaft: alle Links sollten thematisch zusammenpassen.

5. Ankertext: trägt zur Gewichtung bei. (Tipp: Hier lernst du, Ankertexte richtig zu setzen: https://wp-wizard.de/wordpress-sprungmarken/

6. Themenrelevanz: Thema auf der Linkseite sollte zu meinem Thema passen.

7. Klickrate: je öfter der Link geklickt wird, desto besser rankt ihn Google.

„Social Signals“ also Erwähnungen in Sozialen Profilen bzw. die eigenen Sozialen Profile sind KEIN Rankingfaktor aber können maßgeblich zum Erfolg beitragen. Merke: Social Signals sind kein Rankingfaktor aber Relevanz Signal (viele Verlinkungen = relevante Seite).

Von „erkauften“ bzw. gefälschten Verlinkungen ist abzuraten. Google straft Social Bookmarks, Gästebucheintragungen, Eintragungen in Listen etc. nämlich ab!

  • Messung & Überarbeitung

Bei der strategischen Vorplanung werden immer Ziele definiert und diese am besten mit zu erreichenden Kennzahlen hinterlegt. Diese Kennzahlen müssen nach der Veröffentlichung überprüft und die Ergebnisse analysiert werden. Wichtig ist immer, sinnvolle Aussagen daraus zu ziehen und aussagekräftige Zeiträume zu wählen. Solche Erfolgskennzahlen können sein:

  • Sichtbarkeit: für Seiten, Domain oder Kategorien (zB über Sistrix, Searchmetrics, SEOlytics zu analysieren).
  • Impressionen, Klicks und Klickraten, Ranking-Position: am geeignetsten um einzelne Keywords zu analysieren (zB über kostenlose Google Search Console).
  • Organischer Traffic: welche Quelle bringt am meisten Besucher auf meine Seite? (zB über Google Analytics).

Generell bietet das kostenlose Google Analytics Tools sehr viele Kennzahlen welche für aussagekräftige Rückschlüsse zulässig sind. Unbedingt zu empfehlen ist weiters die Google Search Console. Hier habe ich Einblick in die Indexierung meiner Homepage, erahne die Google Crawler Insights und erhalte Vorschläge für technische Verbesserungen.

Aber auch WordPress gibt mir einige wichtige Kennzahlen wie zB Aufrufe, Besucher, Referrer (also woher die Besucher gekommen sind) oder Titelaufrufe (also welche Seiten wurden am häufigsten besucht) welche ich regelmäßig analysiere.

Das Ergebnis: mein Rezept für den „Weltbesten Kirschenkuchen mit Topfen“

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